Ein neuer Stern! Mercedes-Benz C-Klasse Facelift

Roter C400, Seitlicheansicht der C-Klasse Facelift

Tja. Nun ist es endlich so weit. Ich darf Euch zum Beitrag über die C-Klasse Facelift willkommen heißen. Im Januar 2014 auf der NYIAS wurde die Baureihe 205 erstmals vorgestellt. Eine wirklich lange Zeit. Mittlerweile ist die Baureihe 205 die erfolgreichste Baureihe von Mercedes. Nun geht sie in ihr fünftes Produktionsjahr und wurde umfangreich verbessert. Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll, denn es gibt vieles zu erzählen. Ich versuche wirklich jeden Punkt unterzubringen und wünsche Euch nun viel Spaß beim Lesen!

Die Mercedes-Benz C-Klasse Facelift mit EQ Boost

In der Modellgepflegten C-Klasse dürfen wir eine neue Vierzylinder-Motorengeneration für Benzinmotoren begrüßen. Die 1,5-Liter-Motoren (C 200 und C 200 4MATIC) bekommen nun ein zusätzliches 48-Volt-System mit riemengetriebenen Startergenerator. Wer sich also für die 184 PS starken Modelle entscheidet, darf sich auf einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch freuen und trotzdem noch agilität erwarten. Denn durch das 48-Volt-System und EQ Boost wird das ganze erst möglich. Beim Beschleunigen kann EQ Boost den Motor mit zusätzlichen 14 PS unterstützen und damit das sogenannte „Turboloch“ komplett füllen. EQ Boost sorgt dafür, dass der Motor beim Schaltvorgang möglichst schnell die Zieldrehzahl erreicht. Das hat den Vorteil, dass die Schaltzeit des Automatikgetriebes verkürzt wird. Bremst man, so rekuperiert der Starter-Generator kinetische Energie und lädt damit die Batterie. Elektrisch ist außerdem auch die Wasserpumpe. Der Vorteil davon: Die Kühlleistung passt sich optimal an den Bedarf an.

Graue C-Klasse, Seitlicheansicht der C-Klasse Facelift
© DaimlerAG
Roter C400, Seitlicheansicht der C-Klasse Facelift
© DaimlerAG

Das Start-Stopp-System ist nun noch komfortabler! Grund dafür ist, dass der Motor fast geräuschlos, vibrationsarm und sehr schnell anspringt. Außerdem bleibt der Motor beim Rangieren nun an. Die nervige Situation, dass der Motor für eine Millisekunde ausgeht und direkt wieder an, ist damit also komplett aus der Welt geschafft. Im Inneren des Motors ist jetzt das von Mercedes-Benz patentierte CONICSHAPE®  vorhanden. Intern nennt man das Verfahren liebevoll auch Trompetenhonung. Dabei weitet sich die Zylinderlaufbahn nach unten hin auf und reduziert die Reibung am Kolbenhemd für einen niedrigeren Verschleiß und weniger Verbrauch. Ein weiterer nennenswerter Punkt ist der Einbau von Partikelfilter in jedem Ottomotor von Mercedes-Benz. Bei Dieselmotoren ist das selbstverständlich schon lange der Fall.

Motoren der Mercedes-Benz C-Klasse Facelift

Nachdem ich oben die Motoren bereits kurz angeschnitten habe, möchte ich diesen Abschnitt  nun komplett den Motoren widmen. Der Zweiliter-Vierzylinder mit dem Typenschild C 300 leistet ganze 258 PS. Damit löst dieser Motor den bisher bekannte C250 ab. Kurz gesagt: Die Palette wurde etwas gekürzt. Die Basis-Benziner, welche zunächst mit 9G-TRONIC, also Automatik angeboten werden, kommen mit 128 PS (C 160) und 156 PS (C 180). Die Liste wird nach obenhin mit dem 333 PS Modell C 400 4MATIC abgeschlossen. Dabei ist der C43 AMG und weitere Motorisierungen von AMG nicht mit einbezogen. Details zu weiteren AMG Modellen gibt es bereits hier.

Auch bei den Dieseln wurden Veränderungen vorgenommen. Die neue 1,6-Liter-Variante feiert in der C-Klasse Facelift Weltpremiere. Der OM 654 D16 besitzt weniger Hub und die Bohrungen wurden im Vergleich zu der Zweiliter-Version OM 654 D20 verringert. In dem OM 654 D16 als auch im OM 654 D20 wird nun das Stufenmulden-Brennverfahren angewendet. Außerdem liegt nun eine Kombination aus Alugehäuse und Stahlkolben vor. Die bereits bekannte Laufbahnbeschichtung NANOSLIDE® wurde ebenfalls weiterentwickelt.

Blaue C-Klasse Facelift Motor
© DaimlerAG

Die Modellpflege kommt auch als AMG

Ja, auch wenn wir in einem Monat weitere Informationen zu anderen AMG Modellen erwarten, gibt es immerhin schon den C43 zu bewundern. Unter der Haube des Mercedes-AMG C43 4MATIC findet man ein V6-Biturbomotor. Er zeichnet sich durch kraftvolle Leistung bei gleichzeitig niedrigen Verbrauchs- und Emissionswerten aus. Die Biturbos sind Motornah verbaut und sprechen somit super spontan an. Für die Modellpflege wurde die Leistung des V6-Motors um 26 PS gesteigert. Nun leistet der C43 ganze 390 PS. Den Spurt von 0 auf 100 km/h legt die Limousine in 4,7 Sekunden hin. Das T-Modell braucht 0,1 Sekunden länger. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h. Wobei man sagen muss das hier elektronisch abgeregelt wurde. An den Motor wurde ein AMG SPEEDSHIFT TCT 9G Getriebe angeflanscht um die Dynamik optimal auf die Straße zu übertragen.

Roter C400 der C-Klasse Facelift
© DaimlerAG
Roter C400, Seitenansicht der C-Klasse Facelift
© DaimlerAG

SIMPLE LIGHTS – Ein Blick auf die Scheinwerfer von dem Mercedes-Benz C-Klasse Facelift

Lichter stehen spätestens seit dem W205 für den Charakter eines Autos bei Mercedes-Benz. Wobei ich die ganzen wunderschönen klassischen Mercedes Modelle nicht vergessen möchte. Bei der C-Klasse nennt man das Tagfahrlicht auch liebevoll „Augenbraue“. Das Designerteam hat sich bei den Scheinwerfern etwas einfallen lassen. Das Design von Front- und Heckleuchten besitzt nun klar gezeichnete Konturen. Hochwertig modellierte Details setzen Akzente und unterstreichen die moderne Anmutung. Doch Vorsicht. Die Heckleuchten wurden nur bei der Limousine verändert. Bei den anderen Modellen sind die Konturen zwar gleich, jedoch gibt es hier und dort ein paar kleine andere Details. Bei der Limousine und dem T-Modell besitzt die C-Klasse serienmäßig Halogen-Scheinwerfer mit integriertem LED Tagfahrlicht. Optional gibt es die LED High Performance-Scheinwerfer. Diese sind bei dem Cabriolet und dem Coupé serienmäßig. Das Innenleben der High Performance Scheinwerfer wurde dabei besonders markant gestaltet. Erstmals kann der Kunde auf Wunsch nun auch das MULTIBEAM LED in der Baureihe als Extra ankreuzen. Es besitzt zusätzlich das ULTRA RANGE Fernlicht.

Die MULTIBEAM LED Scheinwerfer bieten einige neue zusätzliche Funktionen die, das ILS (Intelligent Light System) bisher noch nicht hatte. Die Funktionen Kreuzungslicht, Kreisverkehrlicht, Citylicht und Schlechtwetterlicht sind neu dazu gekommen. Durch den Adaptiven Fernlicht-Assistent Plus ist es möglich eine dauerhafte Ausleuchtung der Fahrbahn, ohne den Gegenverkehr zu blenden, zu gewährleisten. Sollte kein anderer Verkehrsteilnehmer durch das System erkannt werden, der Fahrbahnverlauf gerade sein und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs über 40 km/h, schaltet sich das ULTRA RANGE Fernlicht ein. Sollte ein Vorausfahrender oder entgegenkommender Verkehrsteilnehmer erkannt werden, schaltet das System partiell die LED’s des Fernlichtmoduls aus. So entsteht eine Lichtaussparung in U-Form und andere Verkehrsteilnehmer werden nicht geblendet.

Roter C400, Frontansicht der C-Klasse Facelift
© DaimlerAG

Sonstiges in der Modellpflege

In der C-Klasse Facelift sind selbstverständlich alle neuen Fahrerassistenz-Systeme von Mercedes-Benz verbaut. Also ist eine noch größere Sicherheit als vorher gegeben. Serienmäßig ist der Aktive-Brems Assistent verbaut. Er hilft dabei Auffahrunfälle zu vermeiden und trägt dabei sehr zu der Sicherheit im Straßenverkehr bei. Wirklich großartig das diese Art von Assistenzsystemen mittlerweile Serienmäßig verbaut sind. Die Stereokamera kann 500 Meter weit sehen und davon 90 Meter in 3D. Also wie ein Mensch.

Für den Fahrer gibt es ebenfalls einige Augenweiden im Innenraum. Das Basismodell besitzt ein ganz normales Zwei-Tuben Kombiinstrument. Dazwischen findet der Fahrer ein 5,5 Zoll großes Farbdisplay. Wer wünscht, kann gegen Aufpreis jedoch ein volldigitales Instrumenten-Display haben. Dann wird ein 12,3 Zoll großes Display verbaut. Mitgeliefert werden die drei Designs „Classic“, „Sport“ und „Progressive“. Der Multimedia-Bildschirm ist nun auch in zwei unterschiedlichen Größen verfügbar. Entscheidet sich der Kunde für das Audio 20, bekommt er ein 7-Zoll-Display über der Mittelkonsole dazu. Wenn er möchte, kann er das Display jedoch auf 10,25 Zoll vergrößern. Das Multimediasystem kann auch über das neue Lenkrad gesteuert werden. Das Lenkrad ist bereits aus der S-Klasse, dem CLS und der A-Klasse bekannt.

C-Klasse Facelift Interieur Lenkrad
© DaimlerAG
C-Klasse Facelift Interieur Tacho
© DaimlerAG

Das Design von der C-Klasse Facelift

Fangen wir mit dem Exterieur an. Nicht nur die Lichter haben sich geändert, nein es gibt auch ein paar andere Details. Die AMG Line hat nun den Diamantgrill in Serie. Jede Ausstattungslinie hat nun einen neu gestalteten Frontstoßfänger bekommen. Das EXCLUSIVE Exterieur wirkt nun noch ausdrucksstärker und das AVANTGARDE Exterieur noch dynamischer. In der Serie besitzt der Frontstoßfänger eine silberne Zierleiste. Eine verchromte Zierleiste in Verbindung mit dem AVANTGARDE Exterieur oder eine dreiteilige Chromleiste mit dem EXCLUSIVE Exterieur. Dann gibt es noch das AMG Exterieur. Da gibt es dann eine AMG Frontschürze mit neuer Geometrie und am Heck wurde die Diffusoroptik überarbeitet. Die Endrohrblenden hängen von der Ausstattung und Motorisierung ab. Genau wie die Geometrie und die Zierteile.

Graue C-Klasse, Seitenansicht der C-Klasse Facelift
© DaimlerAG

Moderner Luxus findet man nun im Interieur der C-Klasse. Naja, das hat man auch so schon, oder? Die Mittelkonsole wird durch ein fließend gestaltetes, elegantes Zierteil geprägt. Optional sind dabei die wählbaren Materialien Walnuss, braun offenporig oder Eiche anthrazit offenporig. Das vermittelt dem Fahrer und Beifahrern ein Gefühl von Modernität und Handwerkskunst. Auch die KEYLESS-GO Start Funktion ist nun Serie. Auch hier, großer Respekt. Ich finde es gut, dass hier der richtige Schritt gemacht wird! Die Start-Stopp-Taste ist ebenfalls neu! Sie besitzt nun die Turbinen-Optik, die man bereits aus anderen Baureihen kennt. Wer auf der Fahrt gerne entspannen möchte darf nun ein Kreuz bei dem Multikontursitz-Paket machen. Durch eine elektrische Pneumatikpumpe lassen sich dort Seitenwangen und Lordosenstützen individuell einstellen. Der Massageeffekt im Lendenwirbelbereich kommt von den Luftkammern. Sie blasen sich wellenförmig auf und verkleinern sich entsprechend wieder.

Fazit

Ich bin sehr gespannt auf die C-Klasse. Erstens gefällt mir das Exterieur nun noch besser und zweitens bin ich auf das Interieur nun noch mehr gespannt. Ich werde definitiv zu unserem lokalen Mercedes-Benz Händler gehen und mich einmal von dem Flair der Modellpflege überzeugen. Ebenfalls gibt es ein fettes Plus für die mittlerweile doch wirklich gute Serienausstattung. Sicherheitssysteme spielen in unserer heutigen Zeit ein wirklich großen Faktor.

 

Ein Dank an die Global Media Site von Daimler sowie Grüße an unsere Kollegen von mbpassion. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit bis zum nächsten Beitrag!