Sommererprobung des Mercedes-Benz EQC

Sommererprobung des Mercedes-Benz EQC © DaimlerAG

Ja, es geht schon wieder um Elektromobilität. Aber es ist ein Thema das aktuell werden wird. Außerdem passt es irgendwie ganz gut zu diesen Blog, da ich zumindest sehr Technik begeistert bin. Damit starten wir dann auch direkt ins Thema. Die Sommererprobung des Mercedes-Benz EQC. Nachdem ich bereits ein Beitrag zu der Wintererprobung geschrieben habe, folgt nun ein Beitrag zur Sommererprobung. Die sogenannte Gesamtfahrzeug-Hitzeerprobung findet zum Teil auf der iberischen Halbinsel statt. Ein kleiner Tipp ist der Hashtag #SWITCHTOEQ.

Die Sommererprobung des Mercedes-Benz EQC

Nachdem der Mercedes-Benz EQC die Wintererprobung bestanden hat, geht es nun zur Sommererprobung. Der Chief Engineer von EQC, Michael Kelz, ist positiver Dinge. Um ihn zu zitieren „Nach erfolgreich absolvierten Härtetests im Winter bei minus 35 Grad sind wir sicher, dass wir auch bei der Hitzeerprobung das Resümee ziehen werden: Wir sind voll im Plan auf dem Weg zur Serienreife!“. Dabei möchte ich einmal kurz die minus 35 Grad unterstreichen. Das muss man sich mal vorstellen. Minus 35 Grad und die Tests fordern das maximale von einem Auto. Gleiches gilt für die Hitzetests. Bei bis zu 50 Grad muss das Fahrzeug einwandfrei funktionieren und darf nicht versagen. Niemand möchte bei 50 Grad mitten in der Hitze stehen bleiben.

Sommererprobung des Mercedes-Benz EQC © DaimlerAG
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Die Probleme der Hitze

Es würde ja nicht Sommererprobung heißen, wenn die Temperaturen keine Rolle spielen würden. So stehen die Entwickler vor einer Herausforderung die sich „Hitze“ nennt. Betrachten wir einmal die Batterie in einem Elektrofahrzeug. Ist die Batterie der Kälte ausgesetzt liefert sie „lediglich“ weniger Leistung. Das ist zwar ärgerlich, aber immerhin vertretbar. Jeder kennt das vielleicht von seinem eigenen Smartphone. Der Akku in einem Smartphone neigt im Winter auch eher dazu leer zu sein. Bei großer Hitze ist die Gefahr jedoch, dass die Batterie einen Schaden erleiden kann. Sollte das der Fall sein, wird es unangenehm. So ist beispielsweise die Erprobung des Kühlkreislaufs der Batterie ein sehr wichtiger Bestandteil. Ein weiterer Punkt ist die Reichweite. Die Frage inwiefern die Hitze die Reichweite beeinflusst sollte nach der Sommererprobung also geklärt sein. Aber auch Leerfahrversuche gehören zum Programm. Leerfahrversuche sind übrigens Fahrten wo die Batterie komplett leergefahren wird. Das verrät ja auch irgendwie schon der Name.

Sommererprobung des Mercedes-Benz EQC © DaimlerAG
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Die Klimatisierung im Mercedes-Benz EQC

Bei einer Hitze von 50 Grad Celsius sind auch wir Menschen über jede Klimatisierung dankbar. Da darf es keinen großen Unterschied machen ob man sich in einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor oder Elektromotor befindet. Demnach wird also auch die Klimatisierung des Innenraums getestet. Dabei wird die Klimatisierung während der Fahrt, als auch die Vorklimatisierung getestet. Ein sehr wichtiger Komfortfaktor. Wer sitzt schon gerne in einem viel zu warmen Fahrzeug? Vermutlich niemand. Dabei ist es wichtig zu wissen ob die angegebene Zeit auch für die Vorklimatisierung ausreicht um den Innenraum auf eine angenehme Temperatur zu kühlen. Aber auch die Reichweitenberechnung darf unter der Temperatur nicht leiden. Da Elektrofahrzeuge ja allgemein sehr ruhig sind und kaum Geräusche machen ist das Gehör des Entwicklers ein wichtiges Instrument. Alle erdenklichen Komponenten werden beobachtet, ob irgendwelche ungewollten Geräusche auftreten. Darunter fällt dann natürlich auch der Klimakompressor.

Sommererprobung des Mercedes-Benz EQC © DaimlerAG
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Auch die bestehende Technik wird getestet

Das Team von der Entwicklung des Mercedes-Benz EQC testet jedoch nicht nur fahrzeugspezifische Bauteile. Nein, auch bereits bekannte und bestehende Systeme werden getestet. Darunter fallen zum Beispiel die ganzen Assistenzsysteme. Die Systeme müssen die anders gestalteten Verkehrsschilder natürlich erkennen. Auch Mautstellen müssen erkannt werden. Was ein ganz anderes Thema ist. Denn in Deutschland gibt es keine Mautstellen also standen die Entwickler vor einer komplett neuen Situation. Immerhin soll der EQC nicht mit hoher Geschwindigkeit ungebremst in eine Mautstelle knallen. Außerdem müssen die Assistenzsysteme auch die Geschwindigkeitsbegrenzungen korrekt erkennen. Ja, all das sind Themen an die man vielleicht kein bisschen denkt. Aber selbstverständlich sind das auch Dinge, die von den Entwicklern getestet werden müssen. Das steht dann vermutlich auch im Lastenheft.

Wie die Qualität von Mercedes-Benz gesichert wird

Wie ihr merkt steckt wirklich viel hinter der Entwicklung von einem neuen Fahrzeug. Intern nennt man diesen ganzen Prozess übrigens „systematische Gesamtfahrzeug-Validierung“ um etwas Daimler Deutsch in diesen Beitrag zu bringen. Der Prozess gehört zu den umfangreichsten Maßnahmen im Entwicklungsprozess jeder Mercedes-Benz Baureihe. So sichert Mercedes-Benz die durchgehend hohen Qualitätsstandards. Bevor also eine neue Baureihe in Serie geht, muss das Gesamtfahrzeug den vorher definierten Reifegrad erreichen. Tut es das nicht, geht die Baureihe auch nicht in Serie. Um den Reifegrad zu erreichen schreitet das Fahrzeug durch mehrere Schritte. Anfangs werden viele Simulationen gemacht, anschließend erfolgt die Absicherung einzelner Komponenten auf Prüfständen oder in Versuchsträger-Fahrzeugen. Dabei wird die Dauerhaltbarkeit einzelner Bauteile überprüft und gewährleistet.
Und damit möchte ich den Beitrag auch beenden. Das war es soweit zu der Sommererprobung des Mercedes-Benz EQC.

 

Ein Dank an die Global Media Site Daimler. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit bis zum nächsten Beitrag!